Klimaquartier Harsefeld-SĂŒd

Aktuelles

Klimaschutz im Quartier Harsefeld-SĂŒd

Zur Erreichung der Klimaschutzziele des Bundes bis 2030 und 2050 sind vielfĂ€ltige Maßnahmen erforderlich, um CO2-Emissionen zu senken und die Energieeffizienz zu erhöhen. Mit dem 2011 gestarteten Förderprogramm der KfW-Bank „Energetische Stadtsanierung“ werden Maßnahmen gefördert, die die Energieeffizienz im Quartier erhöhen und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das Programm ist ein wichtiger Bestandteil des Energiekonzeptes der Bundesregierung.

Mit dem Programm „Energetische Stadtsanierung“ wird zu diesem Zweck die Erstellung von Integrierten Energetischen Quartierskonzepten (IEQK) sowie weiterfĂŒhrend die Begleitung durch ein Sanierungsmanagement gefördert. Das Integrierte Energetische Quartierskonzept hat dabei zum Ziel, unter BerĂŒcksichtigung von z.B. stĂ€dtebaulichen, naturschutzfachlichen und sozialen Aspekten Energieeinsparpotenziale aufzuzeigen und entsprechende Handlungsempfehlungen zu geben.

 

Durch das anschließende Sanierungsmanagement wird die Umsetzung der im Integrierten Energetischen Quartierskonzept empfohlenen Maßnahmen begleitet.

GemĂ€ĂŸ des erstellten IEQK fĂŒr Harsefeld-SĂŒd ergeben sich u.a. folgende Maßnahmen aus verschiedenen Handlungsfeldern:

  • Senkung des Energieverbrauchs, insb. bei der WĂ€rmegewinnung
  • Nutzung von erneuerbaren Energien
  • Förderung der ElektromobilitĂ€t
  • StĂ€rkung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
  • StĂ€rkung des Fuß- und Radverkehrs
  • Barrierearme Gestaltung des Quartiers
  • Erweiterung des bestehenden NahwĂ€rmenetzes

Das IEQK fĂŒr Harsefeld-SĂŒd steht auf dieser Website zum Download zur VerfĂŒgung.

Das Gebiet

Vorteile im Sanierungsgebiet

Durch die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes “Harsefeld-SĂŒd” sowie des durch die KfW geförderten Energetischen Sanierungsmanagements können Sie als EigentĂŒmer:innen bei insb. energetischen Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an Ihren Immobilien innerhalb dieses Gebietes zahlreiche Vorteile in Anspruch nehmen. Dazu gehören Steuerliche Vorteile auf Grundlage des Einkommensteuergesetz sowie kostenlose und unabhĂ€ngige Beratungsangebote.

Die förmliche Festsetzung des Sanierungsgebietes „Harsefeld-SĂŒd“ bietet Ihnen als EigentĂŒmer:innen insb. bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen den Vorteil einer erhöhten steuerlichen Abschreibung. Die Grundlage hierfĂŒr ist das Einkommenssteuergesetz (EStG), in dem nach zu eigenen Wohnzwecken genutzten GebĂ€uden (§ 10f EStG) und nach vermieteten GebĂ€uden (§ 7h EStG) unterschieden wird.

Wenn Ihr Grundeigentum innerhalb des Sanierungsgebietes liegt, können Modernisierungsmaßnahmen wie folgt steuerlich geltend gemacht werden: 

  • Bei zu eigenen Wohnzwecken genutztes GebĂ€ude (§ 10f EStG): 
    Über einen Zeitraum von zehn Jahren können jĂ€hrlich 9 % der Herstellungskosten fĂŒr Baumaßnahmen steuerlich geltend gemacht werden.
  • Bei vermieteten GebĂ€uden (§ 7h EStG)
    Hier können ĂŒber die ersten acht Jahre jĂ€hrlich 9 % und ĂŒber die folgenden vier Jahre jĂ€hrlich 7 % der Herstellungskosten fĂŒr Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen steuerlich geltend gemacht werden.

Schritte vor Maßnahmenbeginn:

  1. Bei Bedarf unverbindliche Impulsberatung durch einen Energieberater des Sanierungsmanagements
  2. Antragstellung mit Angeboten der durchfĂŒhrenden Firmen und Maßnahmenbeschreibung bei der Gemeinde
  3. Abschluss eines Modernisierungs- und Instandsetzungsvertrages zwischen der Gemeinde und den EigentĂŒmer:innen vor Maßnahmenbeginn


Nach DurchfĂŒhrung der Maßnahme:

  1. Vorlage der entsprechenden Rechnungen und Zahlungsnachweise (Kostenaufstellung) zur Beantragung einer Bescheinigung gem. Bescheinigungsrichtlinie des Landes Niedersachsen
  2. Erstellung der Bescheinigung durch die Gemeinde
  3. Vorlage des Modernisierungs- und Instandsetzungsvertrages, der Originalrechnungen und der Bescheinigung beim zustÀndigen Finanzamt zur Inanspruchnahme der steuerlichen Sonderabschreibung

Neben dem EStG gelten zudem die Bestimmungen der Bescheinigungsrichtlinie des Landes Niedersachsen. Hier finden Sie die aktuelle Version:

http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVND-210750-FM-20151228-SF&psml=bsvorisprod.psml&max=true 

Die folgenden Rechnungen zeigen auf, wie viel bei dem Tausch eines Heizkessels mit Modernisierungs- und Instandsetzungskosten in Höhe von 10.000 Euro gespart werden kann. Unterschieden wird dabei zwischen den Abschreibemöglichkeiten bei einem vermieteten (§ 7h EStG) sowie bei einem selbst genutzten GebÀude (§ 10f EStG). Angenommen wird dabei ein zu versteuerndes Einkommen von 50.000 Euro pro Jahr und ein Steuersatz von 25%. ZunÀchst wird die Steuer ohne Sonderabschreibung berechnet.

Steuer mit Sonderabschreibung

Um die Steuer mit Sonderabschreibung zu berechnen, wird vom zu versteuernden Einkommen die entsprechende Summe je nach Prozentsatz abgezogen. Bei 9% und 10.000 Euro Kosten werden vom Einkommen 900 Euro subtrahiert. Dies ist das neue jÀhrliche Einkommen, von dem die Steuer berechnet wird.

Die Prozentzahlen, die die Steuerersparnis berechnen, sind fixe Zahlen, d. h. diese sind im Einkommenssteuergesetz festgelegt (§ 7h EStG = 8 Jahre / 9% und 4 Jahre / 7%, § 10f EStG = 10 Jahre / 9%).

 

Bei Fragen und fĂŒr nĂ€here Informationen helfen wir gerne weiter!

Mit der neuen „Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG)“ wurde zu Anfang dieses Jahres die energetische GebĂ€udeförderung des Bundes neu aufgesetzt. Mit diesem Förderprogramm sollen kĂŒnftig Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien im GebĂ€udesektor noch stĂ€rker unterstĂŒtzt werden. Das BEG bĂŒndelt dabei bislang bestehende Förderprogramme, sodass jetzt lediglich ein Antrag notwendig ist, um sĂ€mtliche Förderangebote zu nutzen.

Die BEG fördert sowohl Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung an Wohn- und NichtwohngebĂ€uden, wie etwa eine WĂ€rmedĂ€mmung oder einen Austausch der Fenster, als auch die Sanierung zum Effizienzhaus oder einen entsprechenden Neubau.

Zu den förderfĂ€higen Einzelmaßnahmen zĂ€hlen z.B. die DĂ€mmung von AußenwĂ€nden oder DachflĂ€chen, der Austausch von Fenstern oder AußentĂŒren sowie der Austausch der Heizungsanlage. Der untenstehenden Grafik können die FördersĂ€tze fĂŒr die verschiedenen energetischen Einzelmaßnahmen entnommen werden. Bei allen Maßnahmen (mit Ausnahme des Austauschs oder Optimierung der Heizungsanlage) ist die Einbindung von Energieeffizienzexpert:innen (EEE) zur Beantragung der Fördermitteln verpflichtend. FĂŒr die Kosten dieser Fachplanung und Baubegleitung (Beantragung der Fördermittel, Angebotskontrolle, Überwachung zur fachgerechten Umsetzung der Maßnahmen) erhalten Sie durch die BEG einen Zuschuss von 50%. Ebenfalls wird eine bei Bedarf im Vorfeld stattfindende Energieberatung mit 80% bezuschusst.  

Die Förderangebote der BEG können zusÀtzlich zur erhöhten steuerlichen Abschreibung gem. §§ 7h und 10f Einkommenssteuergesetz (EStG) in Anspruch genommen werden.

So finden Sie Ihre/n Energieeffizienzexpert:in in Ihrer NĂ€he:

https://www.energie-effizienz-experten.de

Wenn sie zudem Maßnahmen planen, um Ihren Wohnraum barrierefrei zu gestalten und/oder Maßnahmen zum Einbruchschutz vornehmen zu lassen, gibt es ĂŒber die KfW-Bank weitere Fördermöglichkeiten.

Bei Fragen und fĂŒr nĂ€here Informationen helfen wir gerne weiter!

Viele WohnhĂ€user in Cadenberge sind fĂŒr die Nutzung von Solarenergie geeignet. Je nach Ausrichtung des GebĂ€udes, Verschattung der OberflĂ€che und DachgrĂ¶ĂŸe kann der Ertrag durch die Anlagen stark variieren. Im Rahmen des Sanierungsmanagements unterstĂŒtzen wir Sie bei der Planung und Anschaffung. Bei unserer kostenlosen und unabhĂ€ngigen PrĂŒfung werden die Möglichkeiten fĂŒr die solare Warmwasserbereitung und HeizungsunterstĂŒtzung sowie fĂŒr solare Stromerzeugung untersucht. Vereinbaren Sie einfach mit uns einen Termin.

Bei Fragen und fĂŒr nĂ€here Informationen helfen wir gerne weiter!

Chronologie

Vorstellung des Integrierten Energetischen Quartierskonzeptes (IEQK)
Am 28.11.2016 findet die Vorstellung des IEQK in der Aula der Selma-Lagerlöf-Oberschule statt. Es werden die Konzeptergebnisse sowie die nĂ€chsten Schritte vorgestellt. Das IEQK ist hier auf der Website als Download verfĂŒgbar.
08.12.2016
Radverkehrskonzept fĂŒr den Flecken Harsefeld
Im Auftrag des Flecken Harsefeld wurde eine Radverkehrskonzept erstellt, um die zielgerichtete Förderung des Radverkehrs zu ermöglichen. Das vollstÀndige Konzept liegt seit Juli 2019 vor und beinhaltet Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Radinfrastruktur.
August 2019
Einweihung der neuen FußgĂ€nger- und FahrradbrĂŒcke
Am 29.09.2019 wird die neue FußgĂ€nger- und FahrradbrĂŒcke eingeweiht. Damit entsteht eine neue, barrierefreie Verbindung zum Ortskern von Harsefeld.
September 2019
Thermografiespaziergang durch das Klimaquartier Harsefeld-SĂŒd
Am 22.02. und 23.02. konnten EigentĂŒmer:innen im Klimaquartier Ihre Immobilie kostenlos mit der WĂ€rmebildkamera untersuchen lassen.
28.11.2016
Bekanntmachung der Sanierungssatzung fĂŒr Harsefeld-SĂŒd
Die vom Rat am 22.09.2016 beschlossene förmliche Festsetzung des Sanierungsgebietes „Harsefeld-SĂŒd“ wird im Amtsblatt des Landkreises Stade bekannt gemacht. Mit dieser Bekanntmachung ist die Satzung rechtsverbindlich.
Juli 2019
Start des E-Car Sharing „Flecken Flitzer“
Seit August 2019 können Einwohnerinnen und Einwohner in Harsefeld die zwei klimafreundlichen Flecken Flitzer fĂŒr Fahrten jeglicher Art mieten. Die Flecken Flitzer finden Sie auf dem Friedrich-Tobaben-Platz.
27.09.2019
Beginn der Umsetzung von Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept
Seit September 2019 werden Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept umgesetzt, angefangen mit der Umwandlung der Straßen Querweg und Böberstroot in Fahrradstraßen.
Februar 2022

Kontakt

Samtgemeinde Harsefeld
Sandra Delfs, Energie- und Klimaschutzbeauftragte
Tel.: 04164 887178
E-Mail: sandra.delfs@harsefeld.de
E-Mail: samtgemeinde@harsefeld.de

DSK Deutsche Stadt- und GrundstĂŒcks-
entwicklungsgesellschaft mbH

Am Tabakquartier 60
28197 Bremen
Tel.: 0421 897699-00